Geschrieben am: 21. November 2023 | Zuletzt aktualisiert: 6. November 2026 | Lesezeit: ca. 2 Min.
In diesem Artikel führen wir dich durch die wichtigsten CMS-Funktionen, die für eine effektive Suchmaschinenoptimierung entscheidend sind. Von editierbaren Titles und Descriptions über individuelle Alt-Attribute für Bilder bis hin zu sinnvollen Einsatzmöglichkeiten von Meta-Robots-Tags – erfahre, wie dich dein CMS im Bereich SEO optimal unterstützen kann.
Das Wichtigste in Kürze
- Unverzichtbare SEO-Features im CMS: Ein gutes CMS sollte die Möglichkeit bieten, Titles und Descriptions individuell zu bearbeiten, um die SEO-Performance zu optimieren.
- Automatisierung mit persönlicher Note: Bei großen Websites ist es effektiv, halbautomatische Titel und Beschreibungen mit Platzhaltern zu verwenden, die bei Bedarf individuell angepasst werden können.
- Bedeutung von Meta-Robots-Tags und Canonical-Tags: Diese Tags sind wichtig, um zu steuern, welche Seiten indiziert werden, und um Duplicate Content zu vermeiden.
- XML-Sitemaps und Weiterleitungen: Ein CMS muss automatisch XML-Sitemaps erstellen und eine einfache Einrichtung von 301-Weiterleitungen ermöglichen, um die SEO-Performance zu unterstützen.
- Bedeutung von Alt-Attributen und Content-Veröffentlichung: Alt-Attribute sind wichtig für die Bildersuche und Barrierefreiheit, während gut aufbereitete Inhalte auf Kategorieseiten die SEO-Leistung verbessern können.
Eines dieser wichtigen Features ist die Unterstützung von SEO (Search Engine Optimization). In unserem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die wichtigsten CMS-Features für SEO und zeigen Ihnen, ob diese bei der Auswahl eines neuen CMS berücksichtigt werden sollten.
Must-haves
Einige Funktionen sind für SEO unerlässlich und sollten daher in keinem CMS fehlen:
Erweiterung: Editierbare Titel & Descriptions
Dass der Title für die SEO eine wichtige Rolle spielt, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Die Eingabe von manuellen Titles und Descriptions sollte daher in jedem CMS möglich sein.

Mit Plugins wie Rank Math ist das Optimieren von Title und Descriptions in WordPress ein Kinderspiel
Im Idealfall zeigt das CMS auch die Länge der textuellen Titel und Beschreibungen in Pixeln an, damit überprüft werden kann, ob der Inhalt nicht zu lang ist.
Titles & Descriptions bei (halb-) automatisierten Seiten
Das klingt zunächst trivial, kann aber in manchen Fällen eine echte Herausforderung sein. Gerade bei großen Websites ist es nicht immer möglich, jeden Titel und jede Beschreibung von Hand in das System einzugeben. Hier hat es sich bewährt, mit Platzhaltern zu arbeiten, die an zentraler Stelle gepflegt werden können, aber dennoch auf jeder Seite individuell ausgespielt werden:
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versandkostenfrei bei $Shopname.Im Idealfall kann der zentral gepflegte Inhalt für einzelne Seiten überschrieben werden, ohne den zentralen Inhalt zu verändern. Auf diese Weise können besonders wichtige Seiten mit individuellen Titeln und Beschreibungen versehen werden, während die übrigen Seiten die halbautomatischen Daten erhalten.
Vor allem für Online-Shops, die Filter und Facetten (teilweise) indexieren können, kann eine solche Lösung einen guten Kompromiss zwischen automatisiert und manuell darstellen.
Das CMS muss jedoch in der Lage sein, Daten aus der Warenwirtschaft zu übernehmen, Titel und Beschreibungen für Filter und Facetten zu optimieren.

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Editierbare Robots-Angaben
Je größer eine Website wird, desto mehr Seiten gibt es, die keinen Mehrwert für SEO haben oder veraltet sind und daher gelöscht oder zumindest von der Indexierung ausgeschlossen werden sollten. Auch bei Problemen mit Duplicate Content kann eine Deindexierung einzelner Seiten Abhilfe schaffen.
Die Einstellungen, ob eine URL indexiert werden soll oder nicht, sollten daher für jede einzelne URL im CMS vorgenommen werden können.
Individuelles Canonical Tag
Für den Fall, dass es tatsächlich identische Inhalte an zwei verschiedenen Stellen der Website gibt, sollte die URL im Canonical manuell im CMS angepasst werden können. Eine saubere Seitenarchitektur ohne Duplicate Content ist jedoch immer einem Canonical vorzuziehen.
Automatische XML Sitemaps
XML-Sitemaps sind eine wichtige Hilfe für Suchmaschinen, um alle URLs einer Website zu durchsuchen und die Struktur der Website zu verstehen. Ein CMS sollte in der Lage sein, eine XML-Sitemap selbst zu erstellen und auf dem Server zu speichern. Anschließend sollte die Sitemap in der Search Console hinterlegt werden.
Pflegbare Weiterleitungen
Nothing lasts forever – Auch eine URL kann eines Tages geändert oder gelöscht werden. Um keine Rankings zu verlieren, sollte es im CMS eine Möglichkeit geben, Redirects mit Statuscode 301 zu erstellen, ohne IT-Ressourcen zu beanspruchen.
Wer über Länderdomains oder mobile Subdomains verfügt, sollte darauf achten, dass die Weiterleitungen relativ gepflegt werden können, um nicht für jede (Sub-)Domain einzeln aktiv werden zu müssen.
Individuelle ALT-Attribute für Bilder
Bei der Verwendung von Bildern ist ein gepflegtes Alt-Attribut nach wie vor wichtig für ein gutes Ranking in der Bildersuche und die Barrierefreiheit. Eine Möglichkeit zur Pflege dieses Tags bei der Verwendung von Bildern sollte daher im CMS vorhanden sein.
Alt steht für „Alternativ“ und wurde eingeführt, um Browsern, die keine Bilder darstellen können, oder Screenreadern die Möglichkeit zu geben, den Inhalt eines Bildes zu lesen. Auch wenn ein Bild aufgrund eines fehlerhaften Links oder Serverproblemen nicht geladen werden kann, zeigen einige Browser den Inhalt des Alt-Attributs anstelle des Bildes an.
Das Alt-Attribut sollte daher weniger für Keyword-Stuffing als für eine aussagekräftige Beschreibung des Bildes verwendet werden. Um einen Überblick über die verwendeten Alt-Attribute zu erhalten, können mit Browser-Add-ons wie dem Web Developer für Chrome Bilder durch ihre Alt-Attribute ersetzt werden. Schwachstellen in der Beschreibung der Alt-Attribute werden so leicht sichtbar.

Veröffentlichen von Content
Wie der Name Content-Management-System schon sagt, sollte das System in der Lage sein, Content auszuspielen. Bei Shopsystemen sind diese Möglichkeiten jedoch oft begrenzt. Vor allem Online-Shops haben nicht immer die Möglichkeit, auf allen wichtigen Seiten Texte zu veröffentlichen. Content auf Kategorieseiten von Online-Shops kann Google dabei helfen, den Inhalt der Seiten zu verstehen und für mehr Keywords zu ranken als eine Kategorie ohne Text.
Reine Textwüsten sollten natürlich vermieden werden. Wer seine Kategorien dagegen mit sinnvollen Kaufberatungen ausstattet, wird nicht nur mit guten Rankings, sondern auch mit mehr Conversions belohnt. Dazu gehört nicht nur Text:
- Nützliche interne Links
- Tabellen
- Zwischenüberschriften
- Listen
- Bilder
- Videos
Nice to have
Zugang zur Robots.txt-Datei
Die Robots.txt ist zwar (vor allem bei großen Webseiten) sehr wichtig für Google, sie wird aber meiner Erfahrung nach nur selten aktualisiert; deshalb ist der direkte Zugriff auf diese Datei eher ein „Nice to have”.
Wichtig ist jedoch, dass Änderungen an der Datei schnell vorgenommen werden können. Denn: Wenn sie geändert werden muss, ist es meistens dringend.
Strukturierte Daten
Strukturierte Daten werden in der Regel für jeden Seitentyp einer Website definiert und automatisch generiert. Daher spielen sie in der täglichen Arbeit der meisten SEOs keine große Rolle..
In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, zusätzlich zu den automatisch generierten strukturierten Daten manuelle Daten in eine Seite zu integrieren. Beispielsweise kann ein Artikel mit strukturierten, häufig gestellten Fragen versehen werden, die dann in den Suchergebnissen angezeigt werden. Dies lässt sich am besten manuell in das CMS integrieren.
Anpassbare Überschriften
Nicht selten tragen Überschriften denselben Namen wie der Artikel oder die Kategorie. Dies entspricht jedoch oft nicht den Anforderungen an eine gute Überschrift. Schließlich erscheint diese nicht nur auf der Seite selbst, sondern auch in sozialen Netzwerken und Feedreadern.
Wenn Nutzer auf eine Seite kommen, ist die Überschrift oft das Erste, was sie lesen. Die Überschrift ist also ein wesentlicher Faktor, ob sich der User intensiver mit der Seite beschäftigt oder sie wieder verlässt. Daher ist es von Vorteil, wenn die Überschrift im CMS manuell editiert werden kann.
Fazit
Ambitioniertes SEO setzt ein CMS voraus, das den Anforderungen moderner Suchmaschinenoptimierung gerecht wird.
Langwierige Umwege über die IT, um Kleinigkeiten wie Canonical Tags anzupassen oder Weiterleitungen einzurichten, kosten Zeit und Ressourcen. Wer langfristig auf den Kanal SEO setzt, sollte daher die Möglichkeiten des eigenständigen Arbeitens so weit wie möglich ausdehnen.
